Was ihr vielleicht noch nicht über China wisst

Hier könnt ihr mehr über das Leben in China erfahren: über die Menschen, die Kultur, das Essen, die Sprache und Vieles mehr. Im Laufe der nächsten Monate werde ich hier immer wieder Artikel posten, die versuchen euch einen Einblick in das Leben "der Chinesen" zu gewähren.

Was man aber nicht vergessen darf, ist, dass China ein riesiges Land ist - 27mal so groß wie Deutschland! Allein Yunnan ist so groß wie Deutschland und die Niederlande zusammen. Wenn ich also über "chinesisches" Essen oder "chinesische" Kultur schreibe, berichte ich natürlich von dem, was ich hier in Jinding erlebe. Bestimmt sind viele Dinge aber in anderen Teilen Chinas ganz anders. Behaltet das bitte im Hinterkopf, selbst wenn ich - der Einfachheit halber - einfach von "den Chinesen" rede.

Viel Spaß beim Lesen.

Ein paar Dinge, die in China anders laufen

Giftschleuder
Giftschleuder

1. Straßenverkehr

Ich muss zugeben, dass ich ganz froh bin, am chinesischen Straßenverkehr nur als Fußgänger teilzunehmen. Und selbst das erfordert schon etwas Mut. Die Grundregel ist: wer zögert, verliert! Man muss sich nur ein bisschen Furchtlosigkeit angewöhnen und schon kann man die Straße überqueren. Die wichtigste Vorfahrtsregel ist „großes Auto vor kleinem Auto“ und hupen muss man außerdem was das Zeug hält immer und überall. Anschnallen tut sich in China übrigens allerhöchstens der Fahrer und das mit dem Alkohol am Steuer nehmen die Chinesen auch nicht immer ganz so genau. Was die Fahrzeuge selbst betrifft, so kann man eigentlich alles finden: von Motorad-Taxis, über uralte, schwarze Rauchwolken-ausstoßende Baufahrzeuge und alten VWs, zu fetten BMWs. Teure deutsche Autos gibt es hier mehr als man denken würde, und im Gegensatz zu ihren Wohnungen, hegen und pflegen die Chinesen ihre Autos auch: zum Schutz der Sitze werden diese sogar stets mit Bezügen abgedeckt! Was außerdem nicht fehlen darf, ist der Anhänger vom Vorsitzenden Mao, der sicherlich seine schützende Hand über den Fahrer hält, wenn sich dieser ins Verkehrschaos stürzt. Und das kann bedeuten sich hupend durch die überfüllten, schmalen Gassen zu quetschen oder über matschige Berghänge zu stolpern

Man hofft nur der Fahrer kann den steilen Abhang an der Seite irgendwie erkennen...
Man hofft nur der Fahrer kann den steilen Abhang an der Seite irgendwie erkennen...
Auf dem Jindinger Markt
Auf dem Jindinger Markt

2. Einkaufen

Ein typischer Einkauf führt uns normalerweise einmal quer durchs Dorf: auf dem Markt gibt es Obst und Gemüse, beim Bäcker Kekse und Toastbrot, im Supermarkt Hygieneartikel und Haushaltswaren, beim Milchladen Milch und Joghurt und für Eier und Baba gibt es nochmal separate Stände. Auf dem Markt wird nach Gewicht bezahlt und wenn dann mal ein paar Gramm fehlen um auf ein rundes Pfund zu kommen, in dem Preise generell berechnet werden, ja dann legt man halt schon mal ne Zwiebel zu den Möhren dazu, und dann passt das auch wieder. Der Markt hat übrigens auch eine Fleischabteilung, in der man sich ein Huhn aussucht, das dann entweder schnell gerupft oder auch lebend mitgenommen werden kann. Natürlich stehen auch geschlachtete Schweine zur Auswahl, von denen man wirklich jeden Teil, inklusive dem Kopf, kaufen kann. Ansonsten ähnelt die Auswahl an Obst und Gemüse eigentlich sehr der deutschen, wobei man hier noch zusätzlich verschiedene Sorten von Tofu, frischen Nudeln und Sojasprossen kaufen kann – und leckere frische Mangos! Milchprodukte sucht man leider vergeblich, denn mit Ausnahme von Milch und Joghurt, gibt es absolut nichts: keinen Käse, Butter, Sahne, Mayonnaise, etc. :( Milch und Joghurt werden hier im Übrigen getrunken und sind oft sehr süß.

Schweineköpfe und andere Leckereien
Schweineköpfe und andere Leckereien

Das Einkaufen im Supermarkt ist auch eigentlich sehr ähnlich wie in Deutschland: hier wird zum Beispiel nicht um die Preise gefeilscht, wie in anderen Geschäften. Allerdings unterscheiden sich die Produkte doch ein wenig, vor allem weil es anscheinend keinen Verbraucherschutz gibt, der die Firmen dazu zwingt, dass das Bild, das sie auf die Verpackung drucken, irgendeine Ähnlichkeit mit dem verpackten Produkt hat. Außerdem verpacken die Chinesen gerne alles doppelt und dreifach: kauft man sich eine Packung Kekse kann man damit rechnen, dass in der Pappschachtel eine Plastikhülle auf einen wartet, die eine Plastikrille birgt, in der die Kekse dann vielleicht nochmal alle einzeln verpackt liegen. So kann man schnell viel Müll produzieren…

Nähert man sich der Kosmetikabteilung, so wird man sofort von zwei Verkäuferinnen belagert, die einem gerne die besten Produkte vorstellen wollen, ganz egal ob man eigentlich nur Zahnpasta kaufen will und sowieso kein Chinesisch spricht. Beim Kauf selber muss man als Westler auch ein bisschen aufpassen, es sei denn man hat sich schon an das chinesische Schönheitsideal angepasst, und hat nichts mehr gegen den Weißmacher einzuwenden, den man in fast jeder Bodylotion, Sonnencreme und Ähnlichem findet. Zwei Dinge, an die man sich in der Tat sehr schnell in China gewöhnen kann, sind die niedrigen Preise und die Öffnungszeiten: sämtliche Geschäfte, mit Ausnahme von Restaurants, haben bis abends 22-23Uhr geöffnet und das jeden Tag in der Woche, denn Sonntag bedeutet lediglich, dass mehr Stände vorhanden sind als sonst, wegen dem Wochenendmarkt. Wir haben uns also vollkommen abgewöhnt, auf die Wochentage zu achten, wenn wir einkaufen gehen und werden uns sicherlich demnächst kopfschüttelnd sonntags abends vor einem geschlossenen Aldi wiederfinden…

 

3. Das Internet

Während wir in Deutschland ja unzensiertes Internet genießen, gibt es hier die Great Firewall of China, die unter anderem Facebook, Youtube, Google, Twitter, Wordpress, LinkedIn, Wikipedia, BBC News und Amnesty International sperrt. Das macht die chinesische Regierung ganz unauffällig, denn wenn man die jeweilige Seite laden will, kommt nicht etwa eine Meldung àla „Diese Seite ist in ihrem Land nicht zugänglich“, sondern die Seite braucht einfach ewig zum Laden und irgendwann kommt eine Fehlermeldung wegen Zeitüberschreitung des Servers. Ganz raffiniert gelöst, wie ich finde. Für Westler gibt es zwei Möglichkeiten mit der Internetzensur umzugehen. Erstens, man passt sich an und benutzt chinesische Dienste wie QQ (statt ICQ), Weibo (statt Twitter), RenRen (statt Facebook), Youku (statt Youtube) und Baidu (statt Google). Da das allerdings bedeutet, dass man chinesische Zeichen lesen können muss, benutzen die meisten von uns lieber einen Proxy oder VPN, um auf unsere Lieblingsseiten zuzugreifen. Leider bedeutet das auch, dass das Internet oft extrem langsam ist, weswegen ich jetzt schon seit einer Woche versuche auf der gesperrten Seite Flickr die Fotos aus Beijing und Xi‘an hier auf den Blog hochzuladen. Auf Dauer wird das auf jeden Fall frustrierend und wir freuen uns schon wieder sehr auf das schnelle und unzensierte Internet in Deutschland. Für Ausländer ist es übrigens nicht riskant VPNs oder Proxies zu benutzen um die Sperre zu umgehen: anscheinend laufen auf allen PCs von ausländischen Firmen solche Dienste und wir haben auch schon Hostels gesehen, die Facebook-Zugang anbieten. Es geht der chinesischen Regierung ja auch nicht darum, Informationen vor Ausländern zurückzuhalten. Da sind sie um ihr eigenes Volk wesentlich mehr besorgt.

4. Freizeitaktivitäten

Nach ein paar Wochen in China kehrte mit dem Alltag auch manchmal ein bisschen die Langweile ein und so stellte sich uns die Frage: Was machen die Chinesen eigentlich in ihrer Freizeit? In Jinding gibt es kein Kino oder Schwimmbad, kein Museum und keinen Freizeitpark. Womit beschäftigen sich die Leute hier also, wenn sie frei haben? Zuerst einmal muss man sagen, dass alle Freizeitangebote, die sich in Deutschland an Jugendliche richten – wie z.B. Discos – in Jinding schlichtweg nicht vorhanden sind, ganz einfach aus dem Grund, dass Jugendliche den gesamten Tag in der Schule verbringen (inklusive Freitagabend) und junge Erwachsene meist zum Studieren in größeren Städten sind, bevor sie in ihren Heimatort zurückkehren. Diejenigen, die bleiben, werden oft frühe Eltern. Da Erwachsene eigentlich den ganzen Tag arbeiten – Schichtarbeit gibt es hier in Geschäften meistens nicht, trotz extrem langer Öffnungszeiten und keinem Ruhetag – finden sie Beschäftigungen, denen man schnell mal nebenher nachgehen kann. So sieht man sehr viele Frauen beim Sticken, während Männer oft am Straßenrand Karten, Majiang oder chinesisches Schach spielen. Majiang ist sowieso das absolute Lieblingsspiel der Chinesen und wird von morgens bis abends gespielt, oft auch um hohe Geldsummen, denn die Chinesen haben einen gewissen Hang zum Glücksspiel. Es hat übriges nichts mit dem bei uns bekannten Mahjong zu tun, es verwendet lediglich ähnliche Spielsteine. Chinesisches Schach ist eine interessante Variante des Schachspiels, die generell ein wenig schneller gespielt wird. Können die Chinesen ihre Arbeitsstelle verlassen, so besteigen sie gerne nahegelegene Berge, die zu diesem Zwecke praktischerweise mit Stufen bis zum Gipfel ausgebaut werden. Außerdem sind sie passionierte Basketballspieler und, was man bei ihrer Größe gar nicht vermuten sollte, auch richtig gut darin. Frauen spielen hingegen oft lieber Federball.

Abends findet man auch viele Chinesen beim Billard spielen, während die älteren Menschen ihren allabendlichen Minderheitentänzen auf den Dorfplätzen nachgehen. Hierzu bringt einfach jemand ein Radio mit, dann wird ein Tanzkreis gebildet und munter ein paar Stunden im Kreis getanzt. Wenn es dann etwas später wird, zieht man entweder weiter in eine Bar oder in ein KTV, wie hier die Karaoke-Bars genannt werden. Im KTV hat jede Gruppe ihren eigenen privaten Raum mit Karaoke-Maschine und wenn die Chinesen nicht gerade voller Inbrunst chinesische Schnulzen durch den Raum schmettern, so spielen sie gerne Trinkspiele. Diese werden meist mit Bier aus Shot-Gläsern gespielt und ihre Regeln sind normalerweise sehr simpel – es ist nur von Vorteil, die chinesischen Zahlen zu können. Auch wenn man grade nicht in ein Trinkspiel involviert ist, trinkt man sein Bier nicht einfach alleine, sondern sucht sich für jeden Schluck einen Trinkpartner, mit dem man dann sein Shot-Glas ext. Das gilt übrigens nicht nur im KTV, sondern auch in Restaurants. Will man mal nicht exen, dann ist es ratsam, mit seinem Trinkpartner im Vorhinein die genaue Menge, die getrunken werden soll, abzumachen. Das nehmen die Chinesen schon sehr genau!

Um hier kein falsches Bild zu erzeugen, sollte nochmal gesagt sein, dass ich hier lediglich von meinen Erlebnissen in Jinding berichte. Natürlich gibt es in Großstädten auch Kinos, Museen, Zoos und Schwimmbäder. Wobei man zu letzterem sagen muss, dass viele Chinesen nicht schwimmen können, was oft dazu führt, dass sich alle im Nichtschwimmerbereich tummeln und man als Schwimmer viel Platz im tieferen Becken hat =)

5. Höflichkeit

Für uns ist es oft schwierig uns in China richtig zu verhalten, da die Vorstellung von dem was höflich und was unhöflich ist, oft ganz anders ist als in Deutschland. Trifft man einen Chinesen auf der Straße, so fragt man nicht etwa „wie geht es dir?“, sondern „wohin gehst du?“ oder „hast du schon gegessen?“. Beides sind reine Höflichkeitsfloskeln und bedeuten nicht, dass dich dein Gegenüber nun begleiten oder mit dir essen gehen möchte. Wenn man Chinesen Komplimente macht, muss man auch sehr vorsichtig sein, da es als höflich gilt, den bestaunten Gegenstand dann zu verschenken. Möchte man also eine hübsche Kette bewundern, so sagt man besser „Die Kette steht dir aber gut“, als zu sagen „Du hast aber eine schöne Kette“, da letzteres dazu führen könnte, dass sich der Chinese nun gezwungen fühlt, sie dir zu schenken. Ablehnen kannst du die Kette dann auch nicht mehr, da das für den Chinesen ein Gesichtsverlust wäre. Generell werden Chinesen sowieso oft anbieten dir etwas zu schenken. Ganz wichtig ist, dass du es zuerst ablehnst. Wenn die Chinesen es dir wirklich schenken wollen und es nicht nur aus Höflichkeit anbieten, dann werden sie darauf bestehen es dir zu geben und von dir wird es als sehr gutes Verhalten betrachtet erstmal mehrfach bescheiden abzulehnen. Natürlich hat diese Geschenk-Kultur auch eine zweite Seite: wirst du von einem Chinesen zu sich nach Hause eingeladen, so ist es anzuraten, eine Kleinigkeit für den Gastgeber mitzubringen. Hierfür eignen sich Früchte immer gut.

Wenn man zusammen isst, so darf man sich am Tisch auf keinen Fall die Nase putzen, da dies als sehr ekelig empfunden wird. Man darf aber seinen Müll, inklusive Knochen, auf den Boden werfen oder auf den Boden spucken. Der Reis wird zu Beginn des Mahls vom Gastgeber verteilt, und zwar zuerst an die Person, die dem Gastgeber am unbekanntesten ist und zuletzt an gute Freunde und nahe Verwandte. Es gehört außerdem zum guten Ton, den Gästen immer die leckersten Fleischstücke in die Schüssel zu legen. Gibt es Bier zum Essen, so ist besonders wichtig, dass man nicht etwa alleine trinkt, sondern dass man immer mit jemandem anstößt. Das Glas wird dann zumeist geext, das heißt, wenn man weniger trinken möchte, muss man das seinem Gegenüber vorher sagen. Wieviel genau getrunken wird, wird dann aufs Genaueste ausgehandelt. Beim Anstoßen muss außerdem versucht werden, das eigene Glas unterhalb des anderen Glases zu bringen und man sollte immer zwei Hände dazu gebrauchen. Die Zwei-Hände-Regel gilt übrigens in China für alles: wenn einem jemand etwas mit zwei Händen gibt und man es nur mit einer Hand annimmt, so zeigt man der anderen Person, dass man sich ihr übergeordnet fühlt. Nach dem Essen wird die Rechnung dann auf keinen geteilt, sondern einer lädt alle anderen ein. Wann genau man als Ausländer bezahlen darf oder sogar bezahlen sollte, ist schwer einzuschätzen. Man sollte sich auf keinen Fall jedes Mal einladen lassen, auch wenn die Chinesen darauf zu bestehen scheinen. Der Kampf um die Rechnung gehört auch zur Höflichkeit dazu und jeder muss so wirken, als wolle er die Rechnung bezahlen. Teilweise ist es uns aber auch passiert, dass wir bezahlt haben, obwohl wir es in der Situation nicht hätten tun dürfen. Man sieht also, die Verhaltensregeln sind nicht immer ganz einfach für uns zu durchblicken. Möchte man seine chinesischen Freunde einladen, ist es außerdem ratsam, während des Essens mal kurz auf Klos zu verschwinden, um schnell die Rechnung zu bezahlen. Es ist nämlich nahezu unmöglich die Chinesen sonst im Kampf um die Rechnung zu schlagen. Dieser Kampf ist im Übrigen durchaus wörtlich zu nehmen: es ist nicht selten, dass Leute hier handgreiflich werden!

 Bei all diesen Regeln muss zusätzlich noch bedacht werden, dass wenn man sie einem guten Freund gegenüber anwendet, sie sogar als Beleidigung aufgefasst werden können. Das gilt auch für ganz einfache Sachen, wie z.B. sich beim Essen bedanken, wenn einem Tee nachgeschüttet wird. Unser Freund Milo hat uns nämlich erklärt, dass wenn wir uns bei ihm für so etwas bedanken, dass wir ihm somit quasi zu verstehen geben, dass er nicht unser Freund ist. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, wie wenn man in Deutschland darauf bestehen würde jemanden zu siezen, der einem mehrfach das „Du“ angeboten hat. Man erzeugt damit eine gewisse Distanz und ähnlich scheint das im Chinesischen mit „Danke“ und anderen Höflichkeitsformen zu funktionieren. Wie man sieht, ist es gar nicht so einfach für uns Deutsche, uns im Dschungel chinesischer Verhaltensweisen zurechtzufinden. Es bleibt als Trost, dass die Chinesen wissen, wie anders unsere Kultur ist, und uns unsere Fettnäpfchen deswegen meist nicht so krumm nehmen.

Wahr oder Falsch?

1.) In China ist es wahrscheinlicher, die Angabe "1496ml" auf einer Wasserflasche zu finden, als "1500ml".

 

2.) Fische sind ein Symbol des Unglücks und werden deswegen an besonderen Tagen, wie Hochzeiten, nicht gegessen.

 

3.) In Südchina sind Heizungen verboten.

 

4.) Manche Chinesen verbrennen unechtes Geld, um ihren Ahnen im Jenseits eine finanzielle Unterstützung zu bieten.

 

5.) Obwohl Stäbchen das traditionelle Esswerkzeug sind, essen die meisten Chinesen inzwischen mit Messer und Gabel.

 

6.) Das chinesische Wort für Mama ist "mama".

 

7.) Kleinkinder werden mit auf den Friedhof genommen, damit die Ahnen sehen, wie süß sie sind und sie besonders schützen.

 

8.) Die Altersgrenze für Alkoholkonsum liegt in China bei 16 Jahren.

 

9.) Chinesische Frauen nehmen nicht den Nachnamen ihres Ehemannes an.

 

10.) In China wird nicht um Preise gehandelt: Würde der Verkäufer für einen niedrigeren Preis verkaufen als ursprünglich genannt, würde das einen Gesichtsverlust für ihn bedeuten.

 

11.) Chinesen waschen sich jeden Abend die Füße.

 

12.) Der höchste Geldschein in China ist 100 Yuan (ca. 12€).

 

13.) Es gibt kein Wort für "Danke" auf Chinesisch.

 

14.) Chinesen schnallen sich im Auto nicht an.

 

15.) Die meisten Chinesen kennen westliche Promis wie Britney Spears oder Justin Bieber nicht.

 

16.) In China muss man keine praktische Fahrpüfung ablegen, um den Führerschein zu machen.

 

17.) Geschäfte und Ämter sind nicht sonntags, sondern samstags geschlossen.

 

18.) Ein chinesischer Kompass zeigt immer nach Süden.

 

19.) Es gibt keinen Sport-, Musik- oder Kunstunterricht, dafür aber Astronomieunterricht in der Schule.

 

20.) Da Weiß die Farbe der Trauer ist, tragen Chinesinnen traditionell Rot, die Farbe des Glücks, zu ihrer Hochzeit.

 

Auflösung

 

1.) Wahr: Ich weiß nicht warum, aber Gramm- und Literangaben sind hier meistens ungrade.

 

2.) Falsch: Das genaue Gegenteil ist der Fall; Fische bringen Glück, da sich das chinesische Wort für "Fisch" ähnlich anhört wie das Wort für "Überfluss".

 

3.) Leider Wahr: Heizungen sind in Südchina verboten und deswegen haben wir im Winter gefrohren :(

 

4.) Wahr: Unechtes Geld wird tatsächlich als Finanzspritze für die Ahnen verbrannt.

 

5.) Falsch: Stäbchen werden auch heute noch zum Essen verwendet, Gabel und Messer haben wir noch nie angeboten bekommen.

 

6.) Wahr: Das deutsche und chinesische Wort für "Mama" klingt tatsächlich gleich.

 

7.) Falsch: Kleinkinder dürfen sogar oft nicht mit auf den Friedhof, da die Eltern fürchten, dass wenn die Ahnen sehen wie süß das Kind ist, sie es zu sich ins Jenseits holen werden.

 

8.) Falsch: Es gibt keine Altersgrenze für Alkoholkonsum in China. Der Erwerb ist allerdings erst mit 18 Jahren erlaubt.

 

9.) Wahr: Die Familie ist in China sehr wichtig und so wäre es undenkbar für die Frau ihren Familiennamen abzulegen.

 

10.) Falsch: In China wird um Preise gefeilscht was das Zeug hält. Ausnahmen sind Supermärkte.

 

11.) Wahr: Auch wenn viele Chinesen nur sehr selten bis gar nicht duschen, waschen sie sich doch stets vor dem zu-Bett-gehen die Füße.

 

12.) Wahr: Der höchste Geldschein in China beträgt tatsächlich 100 Yuan und somit ca. 12€.

 

13.) Falsch: Das chinesische Wort für "Danke" ist "Xie Xie"

 

14.) Wahr: Höchstens der Fahrer schnallt sich in China im Auto an, die Mitfahrer nicht.

 

15.) Wahr: China hat seine eigene Film- und Musikindustrie und so sind chinesische Stars sehr viel berühmter als Amerikanische. Unsere Schüler haben Bilder von Britney und Justin nicht erkannt.

 

16.) Falsch: Eine theoretische und praktische Fahrprüfung muss auch in China bestanden werden.

 

17.) Falsch: Geschäfte haben 7 Tage die Woche geöffnet, Ämter meist von Montag bis Freitag.

 

18.) Wahr: In China zeigt der Kompass nicht nach Norden, sondern nach Süden.

 

19.) Falsch: Es gibt auf jeden Fall Sport-, sowie, abhängig von Schule und Schulform, auch Musik- und Kunstunterricht. Astronomieunterricht ist mir unbekannt.

 

20.) Wahr: Chinesische Hochzeitskleider sind traditionell rot, nicht weiß.

Auf den Straßen Jindings

Heute möchte ich euch mitnehmen auf einen Spaziergang durch Jinding. Auf geht's - raus aus dem Haus und was flitzt denn da über den Innenhof von den Eimern mit Biomüll zu den Wasserrinnen rüber? Wir nennen sie „große Mäuse“ ;) Ihr wundert euch jetzt vielleicht über den Anblick der Palmen direkt vor unserem Haus, die neben Laub- und Nadelbäumen stehen. Bei den Temperaturen vergisst man eben schnell, dass wir auf einer Höhe mit Marokko sind, also dem Äquator doch ein ganzes Stückchen näher als gewohnt. Zwar sind wir hier auch auf 2.400 Metern über dem Meeresspiegel, aber das scheint den Palmen egal zu sein.

Weiter geht's, raus durch das Schultor und scharf rechts, einen engen, steilen Pfad hoch, der der schnellste Weg zur Einkaufsstraße ist. Unterwegs kommen uns Schüler entgegen, denen unser Mensa-Essen verständlicherweise nicht schmeckt und die deswegen grade in der Stadt essen waren. „Hello Teacher“ begrüßen sie uns aufgeregt und kichernd. Jetzt kommen wir an einem schicken neuen Haus vorbei, das im September, als wir hier angekommen sind, noch nicht dort stand. "Wie schnelllebig China doch ist", geht es mir mal wieder durch den Kopf. Gerade ein halbes Jahr sind wir jetzt in Jinding und trotzdem gibt es schon einen neuen Supermarkt, mindestens zwei neue Häuser und unzählige kleine Geschäfte, die geöffnet und geschlossen haben. Unsere Schule hat inzwischen eine Mensa, ein Duschgebäude, einen Spielplatz, ein frisch-gestrichenes Schultor und einen kleinen betonierten Parkplatz. Eine Stadt im ständigen Wandel. Eine ewige Baustelle. Ja, das trifft es ganz gut: würde auch den ganzen Dreck erklären, der überall herumliegt.

Wir sind am Ende des Pfads angekommen und biegen in die Einkaufsstraße ab. Unzählige kleine Geschäfte stehen uns nun zur Auswahl: Kleidungsgeschäfte; Kiosks; Mini-Baumärkte; Läden, in denen man Stickvorlagen kaufen kann; Läden, in denen man scheinbar alles kaufen kann, wenn man es nur in dem Chaos findet; Schreibwarenläden; Friseure; Bäckereien etc. Es gibt sogar 2 Milchläden, 1 Copyshop, 4 Wäschereien, 2 Sexshops, 4 Supermärkte und 1 Duschshop in Jinding. Und natürlich immer mal wieder Nudelsuppenläden. Vor den Geschäften gibt es außerdem viele kleine Stände, die oft nur aus einer Plane bestehen, die auf dem Boden ausgebreitet ist und auf der das Gemüse oder Obst der Saison präsentiert wird. Mein persönlicher Favorit ist der Zahnarztstand direkt vorm Milchladen, der einem eine Zahnbehandlung auf der Straße anbietet. Auch werden Gewürze, chinesische Medizin und natürlich Essen auf der Straße verkauft.

Während wir so die Straße entlang schlendern, kommen uns immer wieder Kinder entgegen, die sicherlich nur ein Wort englisch sprechen, dieses uns aber stolz entgegenbrüllen: „Hello, Hello“ kommt es von allen Seiten. Die Erwachsenen gucken uns nur verstohlen an. Das liegt wohl an euch, denn an meinen Anblick haben sie sich eigentlich inzwischen gewöhnt. Es hupt hinter uns und ich gehe genervt auf Seite ohne mich umzuschauen. Hupend fährt ein Motorrad an uns vorbei. Es dauert noch eine Weile bis es nicht nur außer Sicht, sondern auch außer Hörweite ist und bis dahin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass bereits das nächste Fahrzeug an uns vorbei will. Die Straßen sind heute zum Glück angenehm leer, da wir nicht Wochenende haben. Samstags und sonntags macht ein Spaziergang durch die Einkaufsstraße wahrhaftig keinen Spaß, da ungefähr doppelt so viele Straßenstände aufgebaut sind, die nur einen schmalen Weg für die Einkaufenden übrig lassen. Hey, warum bleibt ihr stehen? Ich wär fast in euch reingelaufen! Ach, das sind doch nur Streuner, die tun nichts. Keine Sorge, die wilden Hunde haben mehr Angst vor euch, als ihr vor ihnen, das könnt ihr mir glauben. Leider werden sie hier nicht grade gut behandelt.

Die Sonne bricht durch die Wolken durch und sofort wird es angenehm warm. Die Chinesin vor uns zieht ihren Sonnenschirm hervor, denn so weit südlich und so hoch ist die Sonneneinstrahlung recht intensiv und kann sogar im Winter im nu den schönen weißen Teint verderben. Bleiben wir einen Moment stehen und beobachten die Chinesen, die an uns vorbei ziehen. Viele kleine Kinder sind dabei, trotz der Ein-Kind-Politik. Ihre Mütter tragen sie in Körben oder Tüchern auf dem Rücken oder ihre Väter halten sie an der Hand. Zwei alte Frauen in traditionellen Yi-Trachten kommen an uns vorbei. Sie tragen Körbe auf dem Rücken, die mehr als voll beladen sind. Hinter ihnen geht ein junger Mann, natürlich am Rauchen, sowie das für Männer hier Gang und Gebe ist. Die Zigarette nimmt er nur aus dem Mund um einmal beherzt auf den Boden zu rotzen. Noch so eine schöne chinesische Angewohnheit. Er bleibt stehen um sich mit dem Besitzer des Nudelsuppenladens zu unterhalten. Selbstverständlich bietet er auch ihm eine Zigarette an, denn das gehört zur Höflichkeit einfach dazu. An dem Mann vorbei drängelt sich eine Frau mit Mundschutz. Verübeln kann man den ihr wohl kaum, denn der Staub der nächsten Baustelle wird von den ganzen Menschen und Fahrzeugen aufgewirbelt.

Wir gehen weiter die Straße entlang. Vor uns halten zwei Männer Händchen. Aber über euren Kommentar, dass ihr nicht gedacht hättet, dass man mit Homosexualität so offen umgeht in China, muss ich doch ein wenig lachen. Chinesische Männer pflegen einfach einen sehr vertrauten Umgang mit einander: oft sieht man sie kuscheln oder Händchen halten. Da ist in China gar nichts dabei. An der Ecke sitzt ein kleines Mädchen in unverkennbarer Stellung mit heruntergelassener Hose und verrichtet ihr Geschäft. Ein kleines Bächlein läuft die Straße hinunter. Niemanden stört’s. Wäre das Mädchen ein bisschen jünger gewesen, wäre es wahrscheinlich die Mutter, die dort mit ihm gehockt hätte und durch ein leises „Sssss“-Geräusch das Nötige ins rollen gebracht hätte. Praktischerweise besitzen Babyhosen deswegen auch Schlitze – der chinesische Ersatz für Windeln.

Erneut bahnt sich ein Fahrzeug den Weg durch die enge Straße. Es verkauft anscheinend irgendwas, wie eine verzehrte Lautsprecherstimme uns immer und immer wieder versichert. Generell ist es ziemlich laut auf den Straßen Jindings. Das ständige Hupen der Autos, Musik aus allen möglichen Geschäften und lautes Rufen über die Straße addiert sich zu einem ordentlich Geräuschpegel, sodass man sich auch schon mal anschreien muss, um ein Gespräch zu führen. Wir biegen in eine kleine Nebenstraße ab. Am Straßenrand sitzen ein paar alte Männer beim Majiangspiel, ein paar Meter weiter spielen zwei Frauen Federball mitten auf der Straße. Eigentlich hatte ich gehofft, euch auch eine Partie chinesisches Schach zeigen zu können, aber gerade kann ich keine Schachspieler entdecken. Wir biegen wieder in die Einkaufsstraße ab. Ein Huhn kommt uns entgegen und scheint weiter keine Notiz von uns zu nehmen. Auch das kann einem schon mal begegnen auf den Straßen Jindings.

Wir sind am Ende der Einkaufsstraße angekommen und biegen auf eine große Straße Richtung zu Hause ab. Inzwischen ist es am dämmern. Da ich meine Taschenlampe nicht dabei hab, sollten wir uns ein wenig beeilen, denn Straßenlaternen gibt es nur selten. Die Hauptstraße ist noch staubiger und dreckiger als die Einkaufsstraße. Hier reihen sich Werkstätten aneinander, unterbrochen nur von einem Restaurant hier oder da und einem Supermarkt. Da es in der ganzen Stadt keine öffentlichen Mülleimer gibt, haben sich kleine Müllhalden am Straßenrand entwickelt. Wenngleich auch nicht aller Müll seinen Weg dorthin findet. Einen Bürgersteig gibt es auch hier nicht, obwohl die Straße größer und vielbefahren ist. Von irgendwoher kommt Lärm: es wird mal wieder geböllert. Ich kann gut verstehen, dass ihr euch neugierig nach einem Feuerwerk umseht, aber da werdet ihr wahrscheinlich enttäuscht werden. Böller sind hier vor allem zu einem Zweck da: um Krach zu machen. Und selbst wenn es richtiges Feuerwerk wäre, so hätte es doch mein Interesse nicht mehr wecken können, denn Chinesen böllern oft und gerne. Zu Hochzeiten, Supermarkteröffnungen oder aus Spaß an der Freude. Man gewöhnt sich schnell ab bei jedem Feuerwerk ans Fenster zu rennen, denn das ist beinahe täglich.

Jetzt sind wir am Ortsausgang angekommen. Rechts sieht man den Fluss, der zwar parallel zur Straße fließt, aber zumeist von Häusern verdeckt ist. Wie immer ist er braun vom Zink. Davor die Bushaltestelle nach Lanping und die nächste kleine Müllhalde. Vor der Bushaltestelle hockt ein Mann und sieht interessiert zu uns Ausländern rüber. Auf den nächsten Bus muss er wahrscheinlich nicht lange warten, denn der kommt ca. alle 10 Minuten. Doch selbst wenn er noch eine Stunde warten müsste, würde er wahrscheinlich die ganze Zeit problemlos so ausharren, denn Hocken können die Chinesen tatsächlich wie die Weltmeister. Sie ziehen es sogar oft einem Stuhl vor. Verrückt! Euch fällt jetzt auf, dass die Stämme der Bäume am Ufer unten weiß angestrichen sind. Das soll ein Schutz gegen Insekten sein, erinnert aber in diesem Dämmerlicht fast schon an Leitpfosten. Links ist unser inzwischen geschlossenes Schultor. Mit einem geübten Griff durch eine kleine Öffnung entriegle ich eine kleine Seitentür und schon sind wir wieder auf dem Schulgelände. Anscheinend wurde heute gewaschen, denn in ein paar Bäumen und Sträuchern hängt Kleidung zum trocken. Auch Schuhe sind von außen an Fenster gelehnt und auf Dächer gestellt worden. Jetzt aber schnell in die Wohnung, Teewasser aufgesetzt, ab vor den Heater und wieder aufwärmen. Danke schön, dass ihr mich auf diesen kleinen Spaziergang begleitet habt. Bis zum nächsten Mal =)

Wie chinesisch bist du?

1.) Wie oft benutzt du das Wort "vielleicht"?

♫ Ab und zu

☼ Ständig

♣ Selten

 

 

3.) Insekten findest du...

♣ Ekelig

☼ Lecker

♫ Nervig

 

 

 

 

5.) Wo wir grade beim Essen sind: Bist du eigentlich Vegetarier?

☼ Nein, ich esse gerne und viel Fleisch.

♫ Vegetarier nicht, aber ich esse eh nicht sonderlich viel Fleisch.

♣ Ja, ich finde es unverantwortlich bei der heutigen Massentierhaltung Fleisch zu essen.

 

7.) Würdest du sagen, dass du gut singen kannst?

♣ Nein

☼ Ja

♫ Mittelmäßig

 

9.) Bei großen Menschenaufläufen...

♫ ... gucke ich lieber aus einer gewissen Entfernung zu.

♣ ... mache ich einen großen Bogen ums Geschehen.

☼ ... bin ich immer mittendrin.

 

 

11.) Bist du spontan?

☼ Ja, ich bin ein ziemlich spontaner Typ.

♫ Manchmal ja, manchmal nein, das kommt drauf an....

♣ Eher weniger, ich plane meistens im Voraus.

 

13.) Wie hältst du es mit Körperhygiene? Deiner Meinung nach sollte man...

♣ Täglich duschen

♫ Alle paar Tage duschen

☼ Ab und zu mal duschen

 

15.) Wenn du dich in eine Schlange stellst...

☼ ... versuchst du so schnell wie möglich nach vorne zu kommen.

♣ ... wartest du geduldig, bis du an der Reihe bist.

♫ ... drängelst du schon mal ein wenig, wenn du es eilig hast.

 

17.) Bist du abergläubisch?

♣ Nein

♫ Ein bisschen vielleicht

☼ Ja, schon etwas

 

 

19.) Tiere sind für dich in erster Linie...

♫ Lebewesen

☼ Nutztiere

♣ Freunde

 

21.) Auf deine Geburtstagsparty bringt jemand 5 Leute mit, die du nicht kennst. Wie reagierst du?

♣ Unmöglich! Den lade ich so schnell nicht wieder ein.

♫ Also er hätte ja wenigstens vorher mal anrufen können...

☼ Find ich super - je mehr Leute desto besser!

 

23.) Was ist deine Einstellung zu Ausländern?

♫ Ich find es cool, wenn Leute mein Land kennenlernen wollen.

♣ Ich finde, dass zu viele Ausländer sich nicht bemühen meine Sprache zu lernen und sich zu integrieren.

☼ Ich finde fremde Länder und Kulturen faszinierend und möchte gerne was mit Ausländern unternehmen.

 

25.) Sagst du immer geradeheraus was du meinst oder redest du lieber ein bisschen um den heißen Brei herum?

♣ Ich rede frei Schnauze.

☼ Ich spreche durch die Blume.

♫ Ich komme vielleicht nicht immer direkt auf den Punkt.

2.) Rauchst du?

für Männer                für Frauen

☼ Ja                         ☼ Nein

♫ Gelegentlich           ♫ Gelegentlich

♣ Nein                       ♣ Ja

 

4.) Du gehst mit deinen Freunden in einem Restaurant essen. Was geschieht wenn die Rechnung kommt?

♣ Wir teilen uns die Rechnung.

♫ Meine Freunde laden mich ein - ist doch klar!

☼ Ich bezahle auf jeden Fall - zur Not werde ich sogar handgreiflich!

 

6.) Hand aufs Herz: Wie unpünktlich bist du?

♫ Eigentlich bin ich recht pünktlich...

♣ Ich bin lieber 5 Minuten zu früh, als 5 Minuten zu spät.

☼ Wenn ich pünktlich komme, sind immer alle überrascht.

 

 

 

8.) Dein Lieblingsgetränk ist...

☼ Tee

♣ Kaffee

♫ Bier

 

10.) Bist du ein Markenproll?

♣ Ja, gute Marken stehen für gute Qualität.

♫ Nein, ich bezahle nicht für einen Namen.

☼ Ja, alle meine Sachen sind von Apple, auch meine Kleidung.

 

12.) Käse findest du...

♫ Ok, wenn er gegrillt ist

☼ Ekelig

♣ Lecker

 

14.) Um wieviel Uhr isst du normalerweise zu Abend?

♫ ca. 19 Uhr

☼ ca. 17 Uhr

♣ ca. 20 Uhr

 

16.) Wie Kälteempfindlich bist du?

♣ Schon etwas, ich bin oft am dicksten angezogen und friere trotzdem am meisten.

☼ Nicht sehr, ich laufe oft im T-Shirt rum, wenn andere schon frieren.

♫ Durchschnittlich würde ich sagen.

 

18.) Spielst du bei Gesellschaftsspielen auch schon mal um Geld?

☼ Ja, so wird es doch erst richtig spannend.

♣ Nein, nie.

♫ Manchmal, aber eher selten.

 

20.) Was grillst du besonders gerne?

♣ Würstchen & Steak

♫ Zucchini & Mais

☼ Tofu & Hühnerfüße

 

22.) Einen blassen Teint findest du...

☼ Hübsch

♣ Unattraktiv 

♫ Kommt auf den Typ an

 

 

 

24.) Wie möchtest du einen schönen Ausblick am liebsten genießen?

☼ Mit möglichst vielen Freunden und ausgelassener Stimmung.

♫ Mit meinen engsten Freunden.

♣ Mit meiner/m Liebsten in andächtiger Stille.


Auswertung

Zähl die Anzahl deiner Antworten je Symbol. Für jede ☼ erhältst du 1 Punkt, für jede ♫ 2 Punkte und für jede ♣ 3 Punkte.

25 bis 37 Punkte

In dir steckt ein echter Chinese. Du würdest dich in China problemlos integrieren!

38 bis 50 Punkte

Du bist zwar noch nicht 100% chinesisch, aber mit ein bisschen Zeit und Anpassungsfähigkeit könntest du dich ganz gut in China zurechtfinden.

50 bis 62 Punkte

Ein bisschen China steckt schon in dir, aber zu Hause fühlst du dich wahrscheinlich wohler.

63 bis 75 Punkte

Du bist durch und durch unchinesisch.


In China essen sie Hunde! ... Oder?

Bei chinesischem Essen denken die meisten von uns wohl an Hühnchen süß-sauer, Frühlingsrollen, Chop-Suey, Krabbenchips und Glückskekse. Was man eben aus den deutschen China-Restaurants so kennt. Seit wir in China sind, hat sich unsere Vorstellung von typisch chinesischem Essen ganz schön verändert, denn bisher haben wir noch nichts von dem soeben genannten hier gefunden. Auch Hund wurde uns noch nicht serviert, was aber wohl auch nicht überraschend ist, da es eine nicht grade billige Delikatesse ist. Stattdessen gibt es Bāozi, Tofu, Baba und Hühnerfüße. Natürlich muss man auch bedenken, dass China ein riesiges Land ist und es soetwas wie eine chinesische Küche auch gar nicht wirklich gibt, da jede Region etwas anders is(s)t. Zu meinem großen Glück herrscht in Yunnan, die schärfste Küche Chinas. Nur eine Sache ist ganz wie man sie erwartet: alles wird mit Stäbchen aus Schüsseln gegessen, ganz egal ob Reis, Nudeln oder Suppe. Und das ist auch gar nicht so schwierig, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aber fangen wir von vorne an: mit dem Frühstück.

Gefrühstückt wird in China nicht zu Hause, weswegen wir hier gern belächelt werden. Die Chinesen essen vor allem Bāozi – so eine Art Dampfnudeln gefüllt mit Fleisch, Gemüse, Tofu, Kartoffeln, Nudeln oder Zuckermasse – oder Nudelsuppe zum Frühstück. Auch lecker sind Xiǎo Lóng Bāos (wörtl. kleine eingepackte Drachen), die im Prinzip Mini-Bāozi sind.

 

Zu Mittag nimmt der Chinese dann gerne noch einmal Nudelsuppe zu sich, denn davon scheint er nie genug zu bekommen. Ansonsten gibt es auch mal eine Schüssel gebratenen Reis oder gebratene Nudeln. Zum Glück gibt es an jeder Ecke kleine Nudelsuppenläden, in denen man dies schon für unter einem Euro erwerben kann. Und wenn ich klein sage, darf man sich darunter eine Garage vorstellen und diese in der Mitte teilen. Dann setze man ca. 3 niedrige Tische mit noch niedrigeren Bänken oder Hockern hinein und fertig ist der Nudelsuppenladen. Zur Suppe dazu gibt es – natürlich - grünen Tee. Meistens stehen Becher, Teeblätter und gekochtes Wasser in großen Thermoskannen parat und man kann sich seinen Tee selber zubereiten, indem man einfach die gewünschte Menge Teeblätter in den Becher gibt.  Außerdem befinden sich auf den Tischen Klopapierrollen - chinesische Servietten quasi. Jeglicher Müll, der beim Essen anfällt, wird unter den Tisch geworfen, was dazu führt, dass ein Restaurant schon mal wie ein Schlachtfeld aussieht, wenn die Gäste gegangen sind.

Als kleinen Snack zwischendurch stehen auch eine Vielzahl von Speisen zur Verfügung, die man meist an Straßenständen kaufen kann. Mein persönlicher Favorit ist Baba, was vielleicht nicht lecker klingt, aber sehr lecker ist. Es handelt sich dabei um eine Art frittiertem Teigfladen mit Kräutern – eine Spezialität der Region. Außerdem kann man an diesen Ständen frittierte Kartoffeln mit Chili oder Tee-Eier erhalten. Letzteres sind Eier, die in Tee gekocht werden und somit einen leichten Teegeschmack annehmen. An anderen Ständen gibt es Omelette oder Pommes Frites, nicht mit Ketchup und Mayo, sondern mit allen möglichen scharfen und sauren Kräutern und Gewürzen. Oder man entscheidet sich für knusprige Kartoffelecken. Auch gibt es viele gegrillte Snacks, wie zum Beispiel Würstchen und Spieße mit allem Möglichen, von Zucchini, über Fisch bis hin zu Hühnerfüßen. Von letzterem können wir übrigens nur abraten – zu wenig Fleisch an zu viel Knochen.

Zu Abend gegessen wird in China schon früh, um die 18 Uhr. Was leider auch bedeutet, dass sämtliche Restaurants bereits zwischen 20 und 21 Uhr schließen. Pech für uns! Die meisten Restaurants haben keine Speisekarte, sondern eine Art Kühltheke, in der die vorhandenen Gemüse- und Fleischarten präsentiert werden. Als Gruppe sucht man sich dann verschiedene Gerichte aus, dabei bestellt man immer mindesten ein Gericht mehr als Personen anwesend sind. Wir bestellen meist verschiedene Gemüse-, Ei- und Kartoffelgerichte und ein wenig Fleisch. Wenn Chinesen uns zum Essen einladen, bestellen diese jedoch sehr viel Fleisch, denn das ist recht teuer hier und ein Zeichen von Wohlstand. Dabei wird wirklich alles vom Tier gegessen: sämtliche innere Organe, aber auch Haut, Füße oder Kopf mitsamt Gehirn und Augen. Knochen oder Gräten werden beim Kochen nicht entfernt, sodass man sie selber abnagen muss. So werden Fische gerne auch schon mal ganz serviert, was uns noch einige Schwierigkeiten bereitet. Eine Spezialität, an der auch wir unseren Geschmack gefunden haben, sind Insekten. Geröstete Heuschrecken oder Wespen sehen zwar nicht appetitlich aus - zumal sie mitsamt Flügeln, Beinen,  Kopf und allem gegessen werden – sind aber knusprig und lecker.

Gegessen wird an einem runden Tisch, der in vornehmen Restaurants stets eine gläserne Drehscheibe besitzt, mit deren Hilfe man alle Speisen bequem erreichen kann. Das Geschirr wird eingeschweißt an den Tisch gebracht, um zu zeigen, dass es frisch aus der Reinigung kommt. Trotzdem säubern es die Chinesen gerne erneut, indem sie es mit Tee ausspülen, der natürlich immer beim Essen dabei ist. Reis wird stets zu den gewählten Gerichten serviert und neben dem Tee wird auch oft Bier getrunken. Wenn die ersten Speisen eingetroffen sind, füllen sich alle ihr Schälchen mit Reis und jeder versucht die appetitlichsten Häppchen mit Stäbchen in seine zu Schale zu manövrieren. Man sollte jedoch darauf achten, nicht alle Gerichte vollständig aufzuessen, denn das wäre ein Zeichen, dass der Gastgeber, der zum Essen eingeladen hat, nicht genug für alle bestellt hat. Dies wäre ein Gesichtsverlust für ihn, eine äußerst schwerwiegende Angelegenheit in China. Zum Glück ist es jedoch fast unmöglich diesen Fehler zu begehen, da Chinesen immer Unmengen an Essen bestellen, wenn sie uns einladen. Zum Schluss beginnt dann der Kampf um die Rechnung, denn jeder will das Essen bezahlen. Teilen kann man hierbei nicht – es heißt ganz oder gar nicht. Und diesen Kampf gegen Chinesen zu gewinnen ist für uns noch nahezu unmöglich, da sie ja schon jahrelanges Training und einen nicht unwesentlichen Vorteil in der chinesischen Sprache besitzen. Zum Glück gibt es den Kampf nicht nur bei der Rechnung des Abendessens, sondern bei jeglichen Speisen oder Getränken, die zusammen verzehrt werden, was es uns erlaubt schon mal kleine Erfolge zu verzeichnen, wenn wir es schaffen eine Runde Bier zu bezahlen.

Alternativ gibt es noch die Möglichkeit BBQ oder Hot Pot essen zu gehen. Wie bereits beschrieben wählt man sich hier wieder seine Gerichte an der Kühltheke aus, diese werden jedoch roh serviert, damit man sie dann selber entweder auf dem Grill oder in dem Hot Pot in der Mitte des Tisches zubereiten kann. Bei einem Hot Pot handelt es sich um einen Topf mit Fisch- oder Fleischsuppe über einem Gasherd, indem sämtliche Gemüse- oder Fleischarten gekocht werden können. Beides ist eine sehr gesellige Art des Essens, die sich über einen geraumen Zeitraum erstrecken kann, da man ständig damit beschäftigt ist Essen nachzulegen, zu wenden, oder aus der Suppe zu fischen.

Wenn man nach dem Abendessen noch mal Hunger kriegt – was schon mal passieren kann, wenn man bereits um 18 Uhr isst - kann man ab ca. 20 Uhr auf dem Nachtmarkt einen kleinen “Late Night Snack“ zu sich nehmen. Der Nachtmarkt ist eine Ansammlung von Essensständen, die abends aufgebaut und nachts wieder abgebaut werden. Vor allem in lauen Sommernächten ist es wahnsinnig angenehm unter freiem Sternenhimmel zu sitzen und ein paar Xiǎo Lóng Bāos, Jiǎozi (chinesische Maultasche) oder gegrillte Gemüse- oder Fleischstäbchen zu essen. Alternativ kann man sich auch eine Suppe zusammenstellen, indem man alle Zutaten, die einem zusagen, in gewünschter Menge in eine Schüssel füllt und diese dem Koch übergibt. Mit abnehmenden Temperaturen nimmt natürlich auch die Attraktivität der Nachtmärkte ab, obwohl es manchmal kleine Öfen und Feuerstellen gibt, an denen man sich wärmen kann.